Kain und Abel bringen Gott ein Opfer dar; nur Abels Erstlingsopfer, aus Glauben und Vertrauen gegeben, wird angesehen, während Kain aus Religiosität opfert und aus Neid seinen Bruder ermordet.
Gott bleibt aktiv: Er warnt Kain vor der Sünde, konfrontiert ihn nach der Tat, straft ihn mit Fluch und Heimatlosigkeit, schützt ihn aber durch ein Zeichen – Ausdruck seiner Langmut und Gnade, die zur Umkehr führen will.
Die Verheißungslinie läuft nicht über den Erstgeborenen, sondern über Set; Abel gilt als erster Märtyrer und Vorbild auf Jesus, wobei Abels Blut nach Gerechtigkeit ruft, das Blut Jesu dagegen von Vergebung und Wiederherstellung spricht.